Geschichte
Speicherkraftwerke Kaprun
Mit einer Jahreserzeugung von rund 700 Millionen Kilowattstunden
Spitzenenergie sind die Speicherkraftwerke Kaprun auch heute noch ein
wichtiger Eckpfeiler im Kraftwerkspark des Verbund.
Das Wasser, das in
den Stauseen Mooserboden und Wasserfallboden gespeichert und in den
beiden Kraftwerken Oberstufe und Hauptstufe mit einer Gesamtleistung
von 333.000 Kilowatt zur Stromerzeugung genutzt wird, ist großteils
Schmelzwasser vom Pasterzengletscher des Großglockners, des höchsten
Berges Österreichs.
Geschichte des Kraftwerksbau
Im Mai 1938 erfolgte mit viel Propaganda der Spatenstich für das
"Tauernkraftwerk" in Kaprun, obwohl das Projekt nicht einmal dem
ungefähren Bereich nach umrissen war. Noch in den Kriegsjahren wurde
der Bau vorangetrieben. Schwerstarbeit, Unwetter, Lawinen, das Leben in
Lagern ohne Familien und wenig Freizeit prägten die "Männer und Frauen
von Kaprun".
Obwohl Baumaterial zunehmend knapper wurde, konnte im
September 1944 der erste Maschinensatz im Kraftwerk Kaprun-Hauptstufe
und ein Hilfsspeicher am Wasserfallboden in Betrieb genommen werden.
1947 wurde wieder mit dem Weiterbau des Großkraftwerkes begonnen. Im
September 1951wurde die 120 m hohe Gewölbemauer Limberg fertiggestellt
und 1952 das Kraftwerk Kaprun-Hauptstufe in Betrieb genommen.
1950 erfolgte der Baubeginn des Kraftwerkes Kaprun-Oberstufe. Bis 1955
wurden die Mooser- und Drossensperre des Speichers Mooserboden, die
beiden Sperren des Speichers Margeritze, das Oberstufenkraftwerk sowie
der 12 km lange Möllüberleitungsstollen fertiggestellt.
Romanschriftsteller und Filmemacher sorgten mit Werken über Arbeit,
Liebe, Kampf und Leben auf den Baustellen im Kapruner Tal für einen
Mythos der vergangenen Zeit, der bis heute noch weiterlebt.
Die Speicherkraftwerke Kaprun in den Hohen Tauern sind ein Meilenstein
der Stromversorgung und ein Symbol für den österreichischen
Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg und der Leistungsfähigkeit der
jungen Wirtschaft geworden.
Weitere Informationen zu den technischen Daten finden Sie
hier.